Bestätigung fühlt sich gut an. Sie ist auch nutzlos wenn das Ziel ist etwas zu verändern.
Ich lese täglich Posts über Resilienz.
Die meisten taugen nichts.
Das ist keine Kritik an den Menschen die sie schreiben. Es ist eine Beobachtung über das was auf LinkedIn als Resilienz-Content durchgeht – und was davon in der Praxis tatsächlich hilft.
Das Muster ist immer dasselbe. Sieben Tipps für mehr Resilienz. Drei Gewohnheiten die starke Unternehmer haben. Das eine Geheimnis das Ihnen niemand verrät. Jeder Punkt klingt vernünftig. Keiner stellt eine Frage die wirklich wehtut. Keiner zeigt wo es konkret fehlt. Und am Ende fühlt sich der Leser bestätigt – nicht herausgefordert.
Das ist das Problem.
Bestätigung fühlt sich gut an. Sie ist auch nutzlos wenn das Ziel ist etwas zu verändern. Wer nach einem Resilienz-Post nickt und weitermacht wie bisher hat nichts gewonnen. Drei Minuten ein gutes Gefühl – und danach genauso aufgestellt wie vorher.
Resilienz die wirklich schützt entsteht nicht durch Inspiration. Sie entsteht durch konkrete Fragen die niemand gerne stellt. Wer entscheidet morgen wenn ich nicht erreichbar bin? Was passiert mit meinem Unternehmen wenn ich für vier Wochen ausfalle? Haben die Menschen die Verantwortung tragen auch die Befugnis zu handeln?
Das sind keine angenehmen Fragen. Sie lesen sich auch nicht gut als LinkedIn-Post weil sie niemanden bestätigen. Sie fordern heraus. Sie machen sichtbar was fehlt. Und genau deshalb sind sie die einzigen die etwas verändern.
Ich schreibe diese Posts trotzdem. Nicht weil ich glaube dass jeder sie mag. Sondern weil die Unternehmer die ich berate keine Bestätigung brauchen. Sie brauchen Klarheit.
Das ist der Unterschied zwischen Content der gut klingt und Beratung die wirklich hilft.
Wenn Sie wissen möchten wo Ihr Unternehmen wirklich steht – kurze DM genügt.