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Das ist keine Frage der Größe. Kleine Häuser scheitern daran genauso wie große. Der Unterschied liegt nicht in den Ressourcen. Er liegt darin ob jeman

Das ist keine Frage der Größe. Kleine Häuser scheitern daran genauso wie große. Der Unterschied liegt nicht in den Ressourcen. Er liegt darin ob jeman
Eine Klinik kann operativ funktionieren und trotzdem strukturell gefährdet sein. Das ist kein Widerspruch. Es ist der gefährlichste Zustand in dem sich ein Krankenhaus befinden kann – weil er so schwer zu erkennen ist. Der Betrieb läuft. Patienten werden versorgt. Die Zahlen des laufenden Jahres sehen noch akzeptabel aus. Und trotzdem laufen im Hintergrund Entwicklungen die in zwei oder drei Jahren existenzbedrohend werden. Ich erlebe das gerade in mehreren Gesprächen mit Klinikverantwortlichen. Nicht dramatisch, nicht mit Alarmzeichen die sofort auffallen. Sondern mit den stillen Fragen die niemand laut stellt: Welche unserer Leistungsbereiche sind nach der Krankenhausreform noch tragfähig? Haben wir ein Zukunftsbild das auf realistischen Annahmen basiert – und nicht auf Hoffnung? Wer trägt bei uns die Verantwortung dafür bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen? Wenn diese Fragen im Raum stehen und die Antworten zögern, ist das kein Kommunikationsproblem. Es ist ein Strukturproblem. Das Krankenhaus der nächsten Jahre braucht mehr als einen guten medizinischen Betrieb. Es braucht eine Führungsstruktur die bestandsgefährdende Entwicklungen früh erkennt, realistisch bewertet und rechtzeitig in Entscheidungen überführt. Es braucht ein Risikobild das nicht nur wirtschaftliche Kennzahlen enthält sondern auch strategische, personelle, digitale und operative Risiken – und deren Wechselwirkungen. Und es braucht Menschen die klar wissen wer im Ernstfall was entscheidet. Das ist keine Frage der Größe. Kleine Häuser scheitern daran genauso wie große. Der Unterschied liegt nicht in den Ressourcen. Er liegt darin ob jemand diese Fragen stellt bevor sie sich von selbst beantworten. Genau daran arbeite ich gerade gemeinsam mit Siegfried Orendi, Gerd Xeller und Michael Kneissle von Risk Communication 360 – an einer strukturierten Standortbestimmung für Kliniken die genau diese Fragen systematisch beantwortet. Orientiert an den Grundgedanken des StaRUG, aber ohne Juristendeutsch. Mit dem Ziel dass Klinikverantwortliche wissen wo sie wirklich stehen – nicht nur auf dem Papier. Wenn Sie sich fragen ob Ihre Klinik operativ gut läuft aber strukturell vielleicht angreifbarer ist als sie denkt: Schreiben Sie mir eine DM. Das Gespräch kostet nichts. Der fehlende Überblick unter Umständen schon.
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