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Der Notfall-Ordner muss auch dann funktionieren wenn der Verfasser nicht erklären kann. Das klingt selbstverständlich. Es ist es nicht.

Der Notfall-Ordner muss auch dann funktionieren wenn der Verfasser nicht erklären kann. Das klingt selbstverständlich. Es ist es nicht.
Der Notfall-Ordner muss auch dann funktionieren wenn der Verfasser nicht erklären kann. Das klingt selbstverständlich. Es ist es nicht. Die meisten Notfall-Ordner die ich in der Beratung zu sehen bekomme sind persönliche Ablagesysteme. Gut gemeint. Sorgfältig erstellt. Und für jeden der nicht dabei war als sie entstanden vollständig unverständlich. Abkürzungen die nur der Inhaber kennt. Verweise auf Dokumente ohne Angabe wo sie liegen. Kontakte ohne Kontext wer diese Person ist und warum sie angerufen werden soll. Reihenfolgen die logisch erscheinen wenn man den Hintergrund kennt – und willkürlich wenn man ihn nicht kennt. Handlungsanweisungen die voraussetzen dass jemand bereits weiß was zu tun ist. Das ist kein Notfall-Ordner. Das ist ein Tagebuch mit guten Absichten. Ein Notfall-Ordner der wirklich funktioniert folgt anderen Prinzipien. Klare Sprache ohne Fachbegriffe und ohne Abkürzungen die erklärt werden müssen. Eine eindeutige Reihenfolge die zeigt was zuerst zu tun ist – nicht was dem Ersteller wichtig erscheint sondern was der Empfänger als erstes braucht. Kurze konkrete Handlungsanweisungen die keinen Interpretationsspielraum lassen. Aktuelle Kontaktdaten mit einer kurzen Erklärung wer diese Person ist und in welcher Reihenfolge sie kontaktiert werden soll. Und klare Verweise auf Originaldokumente – wo sie liegen, wie sie heißen, was damit zu tun ist. Der einfachste Test ob ein Notfall-Ordner wirklich funktioniert kostet dreißig Minuten. Geben Sie ihn einer vertrauten Person die noch nie hineingeschaut hat. Bitten Sie sie den Ordner aufzuschlagen und laut zu beschreiben was sie tun würde. Nicht was sie versteht – was sie tun würde. Das ist der Unterschied. Was dabei zum Vorschein kommt ist aufschlussreicher als jede Checkliste. Wo sie zögert ist eine Lücke. Wo sie fragt ist eine Lücke. Wo sie rät ist eine Lücke. Ein Notfall-Ordner der diesen Test besteht funktioniert auch dann wenn der Verfasser nicht erklären kann. Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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