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Downtime wird in Minuten gemessen. In Tickets. In Incident-Reports. Das ist die falsche Einheit wenn man versteht was wirklich auf dem Spiel steht. Di

Downtime wird in Minuten gemessen. In Tickets. In Incident-Reports. Das ist die falsche Einheit wenn man versteht was wirklich auf dem Spiel steht. Di
Eine Stunde. Klingt nach wenig. Ist es nicht. Annahme: SaaS-Plattform, B2B, 200 aktive Kunden, Systemausfall zur Hauptgeschäftszeit. Eine Stunde. Alle Kunden können nicht arbeiten. Vollkostensatz intern: 150 Euro pro Stunde. Was das wirklich kostet wenn man alle Positionen zusammenrechnet: 200 Kunden die eine Stunde nicht auf die Plattform zugreifen können. Durchschnittlicher Stundenwert der Plattform pro Kunde etwa 8 Euro. Entgangener Kundenwert: 1.600 Euro. 30 Prozent der Kunden kontaktieren den Support. Drei Supportmitarbeiter zwei Stunden voll ausgelastet – sechs Personenstunden à 150 Euro. Support-Aufwand: 900 Euro. Incident Response: zwei Entwickler und ein DevOps-Engineer analysieren den Ausfall, beheben ihn und dokumentieren. Sechs Personenstunden à 150 Euro. Technisches Team: 900 Euro. Status-Update an alle Kunden, Kommunikation während des Ausfalls, Nachfass-Kommunikation danach. Zwei Personen zwei Stunden. Kundenkommunikation: 600 Euro. 40 Kunden haben eine SLA mit Verfügbarkeitsgarantie. Gestaffelte Service Credits à 50 Euro. SLA-Gutschriften: 2.000 Euro. Bei zwei Kunden besteht nach dem Vorfall ein Verlustrisiko von 20 Prozent auf den Jahresvertrag von 24.000 Euro. Das ist keine Gewissheit – aber ein reales Risiko das eingepreist werden muss. Reputationsrisiko: 9.600 Euro. CEO und zwei Führungskräfte werden eine Stunde mit dem Thema beschäftigt statt mit dem Geschäft. Drei Personenstunden à 300 Euro. Interner Produktivitätsverlust: 900 Euro. Gesamtkosten einer Stunde Downtime: ca. 16.500 Euro. Und was kostet Prävention? Ein redundantes System. Ein Monitoring-Alert der fünf Minuten früher anschlägt. Ein getesteter Failover-Prozess. Monatliche Mehrkosten: rund 500 Euro. Ein einziger solcher Ausfall kostet so viel wie mehr als zweieinhalb Jahre Prävention. Downtime wird in Minuten gemessen. In Tickets. In Incident-Reports. Das ist die falsche Einheit wenn man versteht was wirklich auf dem Spiel steht. Die richtige Einheit ist Euro. Wer das weiß trifft andere Entscheidungen über Monitoring, Redundanz und Failover-Tests. Früher. Klarer. Konsequenter.
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