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Ein Krisenstab der auf einem Blatt Papier steht aber im Ernstfall niemand erreicht ist kein Krisenstab. Er ist ein gutes Gewissen mit Ablaufdatum.

Ein Krisenstab der auf einem Blatt Papier steht aber im Ernstfall niemand erreicht ist kein Krisenstab. Er ist ein gutes Gewissen mit Ablaufdatum.
Wer gehört wirklich in einen Krisenstab?
Die meisten Unternehmen haben auf diese Frage keine Antwort. Nicht weil sie nachlässig wären. Weil niemand sie je gestellt hat.
Kein Plan. Keine Liste. Keine Erreichbarkeit. Und wenn dann etwas passiert beginnt die eigentliche Krise nicht mit dem Ereignis selbst. Sie beginnt in den ersten Minuten danach. In denen niemand weiß wen er anrufen soll. Wer jetzt entscheidet. Wie man diese Person überhaupt erreicht. Und wer einspringt wenn sie nicht erreichbar ist.
Diese Minuten kosten mehr als man denkt. Nicht weil Menschen schlechte Absichten hätten. Weil ohne Vorbereitung jede Krise mit einer improvisierten Organisationsdiskussion beginnt – genau dann wenn dafür keine Zeit ist.
Was ein funktionierender Krisenstab braucht ist überschaubar. Jemand der entscheidet. Jemand der den Betrieb am Laufen hält oder bewusst in den Notbetrieb überführt. Jemand der die IT-Lage beurteilt und koordiniert. Jemand der die Liquidität im Blick behält. Jemand der weiß wer verfügbar ist und wer einspringen kann. Und jemand der kommuniziert – intern mit den Mitarbeitern, extern mit Kunden und Lieferanten.
Für jede dieser Aufgaben braucht es eine Person. Und für jede dieser Personen eine Vertretung für den Fall dass sie selbst Teil des Problems ist.
Und dann – das wird fast immer vergessen – braucht es die tatsächliche Erreichbarkeit. Eine Nummer die abgenommen wird. Innerhalb von dreißig Minuten. Nicht irgendwann.
Ein Krisenstab der auf einem Blatt Papier steht aber im Ernstfall niemand erreicht ist kein Krisenstab. Er ist ein gutes Gewissen mit Ablaufdatum.
Eine konkrete Aufgabe für heute: Denken Sie an Ihre drei wahrscheinlichsten Krisenszenarien. Cyberangriff. Ausfall einer Schlüsselperson. Lieferantenausfall. Und fragen Sie sich für jedes davon: Wer wird gebraucht? Wie ist diese Person erreichbar? Und wer springt ein wenn sie es nicht ist?
Wenn diese Fragen konkrete Antworten haben haben Sie einen Krisenstab. Wenn nicht wissen Sie wo Sie anfangen sollten.
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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