Ein Maschinenbauer. Zwölf Mitarbeiter. Solides Unternehmen das seit Jahren läuft. Dann der Herzinfarkt des Inhabers. Unangekündigt. Intensivstation. D
Ein Fall für Einfach Krisenfest...
Ein echter Beratungsfall. Aus meiner Praxis. Details verfremdet.
Ein Maschinenbauer. Zwölf Mitarbeiter. Solides Unternehmen das seit Jahren läuft.
Dann der Herzinfarkt des Inhabers. Unangekündigt. Intensivstation. Drei Wochen.
Seine Frau versucht in dieser Zeit das Nötigste zu regeln. Sie will die Löhne überweisen – die Bank verweigert den Zugang. Sie will einen laufenden Vertrag klären – keine Vertretungsbefugnis. Sie will mit dem Steuerberater sprechen – der darf ohne ausdrückliche Vollmacht keine Auskunft geben.
Das Unternehmen steht nicht still weil niemand helfen will. Es steht still weil niemand darf.
Nicht weil der Inhaber ein schlechter Unternehmer war. Er hatte sein Unternehmen im Griff. Seine Finanzen. Seinen Markt. Seine Mitarbeiter. Was er nicht hatte waren drei Dokumente die in diesem Moment den Unterschied zwischen Handlungsfähigkeit und Lähmung ausgemacht hätten.
Eine Bankvollmacht die direkt bei der Bank hinterlegt ist. Eine Generalvollmacht die seiner Frau erlaubt im Namen des Unternehmens zu handeln. Und einen Notfall-Ordner der ihr in den ersten zehn Sekunden zeigt was zu tun ist – wer anzurufen ist, wer koordiniert, welche nächsten Schritte es gibt.
Drei Dokumente. Ein Nachmittag Vorbereitung.
Als wir nach seiner Genesung zusammengearbeitet haben war seine erste Aussage: Ich hätte nie gedacht dass das so einfach zu lösen ist. Und dass ich so unvorbereitet war.
Das ist der Satz den ich am häufigsten höre. Nicht: Das war kompliziert. Sondern: Ich wusste nicht dass da etwas fehlt.
Genau dafür ist Einfach Krisenfest da.
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