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Ein Unternehmer. Fünfzig Jahre. Gesund. Aktiv. Das Unternehmen läuft gut. Die Familie ist versorgt. Alles im Griff.

Ein Unternehmer. Fünfzig Jahre. Gesund. Aktiv. Das Unternehmen läuft gut. Die Familie ist versorgt. Alles im Griff.
Ein Fall für Einfach Krisenfest... Ein echter Beratungsfall. Aus meiner Praxis. Details verfremdet.
Ein Unternehmer. Fünfzig Jahre. Gesund. Aktiv. Das Unternehmen läuft gut. Die Familie ist versorgt. Alles im Griff.
Dann ein Schlaganfall. Intensivstation. Zwei Wochen lang nicht ansprechbar.
Was in diesen zwei Wochen passiert ist kein Drama das man sich ausdenkt. Es ist das was passiert wenn jemand der alles im Griff hat plötzlich nichts mehr entscheiden kann – und keine Vorkehrungen getroffen hat die anderen ermöglichen es für ihn zu tun.
Seine Frau versucht medizinische Entscheidungen mitzugestalten. Die Ärzte erklären höflich aber klar dass sie ohne Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung nicht entscheiden kann. Was ihr Mann unter welchen Umständen gewollt hätte – sie weiß es. Aber sie kann es nicht belegen. Das Gericht bestellt einen Betreuer. Einen Fremden.
Gleichzeitig fragt die Bank nach einer Zahlungsfreigabe für laufende Rechnungen des Unternehmens. Keine Vollmacht. Kein Zugang. Die Buchhalterin wartet. Die Lieferanten warten. Die Mitarbeiter fragen wann die Löhne kommen.
Niemand handelt böswillig. Alle handeln nach Vorschrift. Und die Vorschrift sagt dass ohne Dokumente niemand entscheiden darf.
Dieser Unternehmer hatte ein Testament. In einem Schreibtisch. Den seine Frau in diesen zwei Wochen nicht geöffnet hat weil sie nicht wusste was darin war oder dass es relevant sein könnte. Eine Vorsorgevollmacht hatte er nie erstellt. Eine Patientenverfügung auch nicht. Der Notfall-Ordner existierte nicht.
Als er nach drei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen wurde war das Erste was er gesagt hat nicht: Wie geht es dem Unternehmen? Es war: Was hat das alles meiner Familie abverlangt?
Was wir danach gemeinsam aufgebaut haben war überschaubar aber vollständig. Eine Vorsorgevollmacht die seiner Frau erlaubt medizinische und rechtliche Entscheidungen zu treffen. Eine Patientenverfügung die festhält was er unter welchen Umständen wünscht und was nicht. Und ein Notfall-Ordner PRIVAT der seiner Familie in den ersten Stunden zeigt wen sie anrufen muss wer was entscheiden darf und wo die wichtigsten Dokumente liegen.
Drei Dokumente. Ein Nachmittag beim Notar. Und ein Gespräch mit der Familie das längst hätte geführt werden sollen.
Seine Aussage danach: Ich habe mein ganzes Leben dafür gearbeitet meine Familie abzusichern. In diesen drei Wochen hatte ich sie im Stich gelassen. Dabei hätte es so einfach sein können.
Genau dafür ist Einfach Krisenfest da.
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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