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Eine Arztpraxis. Sieben Mitarbeiter. Mittwochmorgen. Die Praxissoftware startet nicht mehr. Kein Zugriff auf Patientendaten.

Eine Arztpraxis. Sieben Mitarbeiter. Mittwochmorgen. Die Praxissoftware startet nicht mehr. Kein Zugriff auf Patientendaten.
Ein Fall für Einfach Krisenfest. Ein echter Beratungsfall. Aus meiner Praxis. Details verfremdet.
Eine Arztpraxis. Sieben Mitarbeiter. Mittwochmorgen. Die Praxissoftware startet nicht mehr. Kein Zugriff auf Patientendaten. Kein Zugriff auf den Terminkalender. Kein Zugriff auf die Dokumentation der laufenden Behandlungen. Der erste Patient wartet bereits im Wartezimmer.
Kein Hackerangriff im klassischen Sinn – keine verschlüsselten Daten, kein Erpresserschreiben. Ein Angriff auf die Verfügbarkeit der Software. Das System ist kompromittiert. Es läuft nicht mehr. Und die Praxis steht.
Die Ärztin ruft den IT-Dienstleister an. Der braucht Zeit. Wie viel Zeit ist unklar – vielleicht Stunden, vielleicht Tage. Inzwischen stellt sich die Frage die niemand beantwortet hat weil niemand sie je gestellt hat: Wie behandelt man Patienten wenn man ihre Akte nicht aufrufen kann?
Keine Antwort. Keine analoge Fallback-Lösung. Keine Notfalldokumentation auf Papier. Keine Möglichkeit auch nur festzuhalten welche Patienten heute kommen sollten. Der Terminkalender ist im System. Das System ist weg.
Die Erkenntnis die danach kam war präziser als ich sie selbst hätte formulieren können: Das war kein IT-Problem. Das war ein Organisationsproblem. Die Praxis war vollständig abhängig von einem System geworden ohne jemals zu klären was passiert wenn dieses System nicht mehr verfügbar ist.
Was wir gemeinsam aufgebaut haben ist keine komplexe IT-Sicherheitsstrategie. Es ist ein IT-Notfallplan der in der Praxis wirklich funktioniert. Ein täglicher Ausdruck der Terminliste – eine Seite, reicht für den Überblick wenn das System ausfällt. Eine analoge Notfalldokumentation die es ermöglicht einen Patienten auch ohne Systemzugriff sicher zu behandeln. Eine Checkliste was in den ersten dreißig Minuten nach einem Systemausfall zu tun ist – wen anrufen, was kommunizieren, was manuell weitergeführt werden kann und was warten muss. Und eine klare Regelung welche Behandlungen ohne Systemzugriff möglich sind und welche verschoben werden müssen.
Keine Raketenwissenschaft. Eine Seite Papier die täglich ausgedruckt wird. Und ein Gespräch das vorher hätte stattfinden sollen.
Ihre Aussage danach – und ich zitiere gerne weil der Satz so präzise ist: Das war kein Hackerangriff der uns lahmgelegt hat. Wir haben uns selbst lahmgelegt weil wir nie gefragt haben was wir ohne das System tun würden.
Genau dafür ist Einfach Krisenfest da.
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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