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Es gibt einen Satz der in fast jedem Führungsgespräch fällt wenn etwas schiefgelaufen ist: Ich habe das doch klar kommuniziert.

Es gibt einen Satz der in fast jedem Führungsgespräch fällt wenn etwas schiefgelaufen ist: Ich habe das doch klar kommuniziert.
Es gibt einen Satz der in fast jedem Führungsgespräch fällt wenn etwas schiefgelaufen ist: Ich habe das doch klar kommuniziert. Meistens stimmt das sogar. Die Führungskraft hat es gesagt. Klar, deutlich, mit Kontext. Und trotzdem ist nicht passiert was passieren sollte. Nicht weil jemand böswillig war, nicht weil das Team unfähig ist, sondern weil eine Botschaft sieben Stufen zurücklegen muss bevor sie tatsächlich wirkt – und auf jeder davon geht etwas verloren. Gedacht. Gesagt. Gehört. Verstanden. Einverstanden. Umgesetzt. Beibehalten. Das ist die Reise die eine Botschaft zurücklegen muss um wirklich anzukommen. Und die meisten Führungskräfte messen ihre Kommunikation an der zweiten Stufe. Ihr Team handelt nach der sechsten oder siebten. Was zwischen diesen Stufen passiert ist nicht Sabotage. Es ist menschliche Kommunikation. Was gedacht ist, wird selten vollständig gesagt – weil wir Kontext, Vorwissen und Annahmen für selbstverständlich halten die unser Gegenüber nicht teilt. Was gesagt wird, wird selten vollständig gehört – weil Aufmerksamkeit selektiv ist und jeder mit einem eigenen Vorverständnis zuhört. Was gehört wird, wird selten exakt so verstanden wie gemeint – weil Sprache interpretiert wird, nicht empfangen. Was verstanden wird, wird nicht automatisch akzeptiert – weil Einverständnis eine eigene Entscheidung ist die niemand erzwingen kann. Was akzeptiert wird, wird nicht automatisch umgesetzt – weil zwischen Überzeugung und Handlung Gewohnheit, Priorität und Alltagsdruck stehen. Und was umgesetzt wird, wird nicht automatisch beibehalten – weil Verhalten unter Druck in alte Muster zurückfällt. Führungskräfte die das verstanden haben, kommunizieren anders. Sie prüfen nicht ob sie etwas gesagt haben. Sie prüfen ob es angekommen, verstanden, akzeptiert, umgesetzt und beibehalten wurde. Das sind fünf verschiedene Fragen nach dem Sagen. Und jede davon verdient eine eigene Antwort. Die schwierigste ist meistens die letzte: Was passiert mit dem was wir besprochen haben, wenn ich nicht mehr im Raum bin?
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