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Genau das meine ich mit Warnsignalermüdung: Wiederkehrende Abweichungen werden so vertraut, dass sie kaum noch eine Reaktion auslösen.

Genau das meine ich mit Warnsignalermüdung: Wiederkehrende Abweichungen werden so vertraut, dass sie kaum noch eine Reaktion auslösen.
Ein Warnsignal wird nicht harmlos, nur weil es zum Alltag gehört.
Nehmen wir eine Maschine, die wiederholt kurz stoppt. Jemand setzt sie zurück, der Auftrag läuft weiter, und der Vorfall gerät fast in Vergessenheit. Beim nächsten Mal passiert dasselbe. Nach einigen Wochen spricht niemand mehr von einer Störung. Der kurze Stopp gilt einfach als bekannte Eigenheit.
Genau das meine ich mit Warnsignalermüdung: Wiederkehrende Abweichungen werden so vertraut, dass sie kaum noch eine Reaktion auslösen. Das bedeutet nicht, dass jede Abweichung auf eine drohende Krise hinweist. Aber Wiederholung ist ein Grund, genauer hinzusehen – nicht, sie automatisch als normal abzulegen.
Entscheidend ist, was zwischen zwei Vorfällen passiert. Wird festgehalten, wann und wie oft die Abweichung auftritt? Prüft jemand, ob sich Ursache oder Folgen verändern? Ist klar, wer entscheidet, ob beobachtet, untersucht oder eskaliert wird? Wenn der einzige Ablauf darin besteht, die Maschine zurückzusetzen und weiterzuarbeiten, wird das Signal zwar beantwortet, aber nicht bewertet.
Das lässt sich pragmatisch verbessern. Legen Sie für relevante Abweichungen fest, wer sie erfasst, welche Wiederholung eine Prüfung auslöst und wer über die nächsten Schritte entscheidet. Dabei geht es nicht darum, bei jeder Kleinigkeit Alarm zu schlagen. Es geht darum, dass aus einer Beobachtung eine begründete Entscheidung wird – auch dann, wenn die Abweichung schon vertraut klingt.
Welche Störung in Ihrem Betrieb ist so regelmäßig geworden, dass niemand mehr fragt, warum sie immer wieder auftritt?
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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