Ich habe Unternehmern geholfen Dinge aufzubauen die nie gebraucht wurden.
Ich habe Unternehmern geholfen Dinge aufzubauen die nie gebraucht wurden.
Notfallpläne die nie aktiviert wurden. Stellvertreterregelungen die nie greifen mussten. Vollmachten die nie eingesetzt wurden. Zugänge die niemand außer dem Unternehmer je genutzt hat.
Das war kein verschwendetes Geld. Das war das Ziel.
Das klingt paradox. Es ist es nicht. Es beschreibt was Resilienz-Arbeit im besten Fall leistet – und warum sie so schwer zu verkaufen ist.
Jede andere Investition rechtfertigt sich durch das was sie produziert. Die neue Maschine produziert mehr. Der neue Mitarbeiter übernimmt Aufgaben. Die neue Software spart Zeit. Man sieht das Ergebnis. Man kann es anfassen. Man kann es dem Beirat erklären.
Resilienz rechtfertigt sich durch das was nicht passiert. Kein Stillstand wenn der Chef ausfällt. Keine Lähmung wenn niemand weiß wer entscheidet. Kein Chaos wenn der Zugang zu wichtigen Systemen fehlt. Das sieht niemand. Es steht in keiner Kennzahl. Und es gibt keine Feier wenn es funktioniert – weil das Funktionieren genau so aussieht wie wenn es nie gebraucht worden wäre.
Meine erfolgreichsten Projekte sind deshalb die unspektakulärsten. Kein Drama. Keine Rettung in letzter Minute. Kein sichtbarer Wendepunkt. Nur ein Unternehmen das läuft – auch dann wenn es eigentlich nicht laufen sollte.
Das ist das Ergebnis für das ich arbeite. Nicht das sichtbare. Das stille.
Wer verstanden hat dass das Ziel die Stille ist denkt anders über Resilienz. Nicht als Absicherung für den Extremfall. Als strukturelle Entscheidung die trägt ohne dass jemand es bemerkt.
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.