Ich mache das weil ich glaube dass die meisten Unternehmen die scheitern nicht scheitern müssen.
Warum machst du das eigentlich?
Diese Frage bekomme ich gelegentlich. Von Bekannten, manchmal von Kunden, manchmal von mir selbst nach einem langen Tag. Krisenfestigkeit, Risikomanagement, Verfahrensdokumentation, Notfallpläne – Themen die niemand sexy findet und für die sich die meisten erst interessieren wenn es zu spät ist.
Gute Frage. Hier ist meine ehrliche Antwort.
Ich mache das weil ich glaube dass die meisten Unternehmen die scheitern nicht scheitern müssen. Nicht weil die Produkte schlecht waren, nicht weil die Menschen unfähig waren, nicht weil der Markt keine Chance gelassen hat. Sondern weil Strukturen fehlten die in ruhigen Zeiten unsichtbar sind und in Krisen über alles entscheiden.
Ich habe Unternehmer erlebt die alles gegeben haben – jahrelang, mit vollem Einsatz – und die dann in einer Situation standen in der eine einzige Schwachstelle alles gefährdet hat. Eine die vorher niemand gesehen hat. Oder niemand sehen wollte. Das hinterlässt einen Eindruck der nicht weggeht.
Das ist nicht meine Rechtfertigung. Es ist mein Antrieb.
Manche Kunden kommen mit konkreten Fragen. Manche kommen weil der Steuerberater sie geschickt hat. Manche kommen weil gerade etwas schiefgelaufen ist. Und manche sitzen mir gegenüber und sind am Ende des ersten Gesprächs überrascht dass die Dinge die sie nie für dringend gehalten haben, vielleicht doch wichtig sind.
Diese Momente erinnern mich daran warum ich tue was ich tue.
Nicht weil Krisenfestigkeit ein aufregender Begriff ist. Sondern weil ein Unternehmen das gut aufgestellt ist einen Sturm übersteht. Und eines das es nicht ist, manchmal nicht.
Das ist der Unterschied den ich machen will.