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Ich sollte eine Therapie machen. Das wurde mir hier auf LinkedIn mehrfach nahegelegt. Vermutlich zu Recht.

Ich sollte eine Therapie machen.
Das wurde mir hier auf LinkedIn mehrfach nahegelegt. Vermutlich zu Recht.
Ich sollte eine Therapie machen. Das wurde mir hier auf LinkedIn mehrfach nahegelegt. Vermutlich zu Recht. Mein Therapiegrund: Ich werde nicht damit fertig, dass Unternehmer, die ihr Unternehmen mit viel Herzblut, Risiko und Lebenszeit aufgebaut haben, dieselben Unternehmen gegen Risiken nicht absichern, die sie mit ein bisschen Struktur weitgehend beherrschbar machen könnten. Kein Frühwarnsystem, obwohl StaRUG es seit Jahren vorschreibt – und obwohl ein Liquiditätsengpass, den man drei Monate vorher sieht, noch drei Optionen hat, und einer, den man drei Tage vorher sieht, keine mehr. Keine Verfahrensdokumentation, obwohl das Finanzamt sie verlangen kann – jederzeit, unangekündigt, ohne Vorwarnung. Kein Notfallplan für den eigenen Ausfall, obwohl jeder Unternehmer weiß, dass er nicht unverwundbar ist. Keine Vertretungsregelung, keine dokumentierten Prozesse, kein Gedanke daran, was passiert, wenn der Betrieb drei Wochen ohne ihn auskommen muss. Und dann, wenn es passiert – der Liquiditätsengpass, die Betriebsprüfung, der Unfall, der Ausfall der Schlüsselperson – dann ist die erste Reaktion meistens Überraschung. Dabei war es alles andere als überraschend. Ich weiß, dass Unternehmer zu beschäftigt sind. Ich weiß, dass das Tagesgeschäft immer dringender ist als die Vorsorge. Ich weiß, dass man sich nicht gerne mit dem eigenen Ausfall beschäftigt. Das ist alles nachvollziehbar. Aber genau deshalb brauche ich wohl Therapie. Weil ich es trotzdem nicht begreife. Schreib mir eine DM, wenn du das anders siehst. Oder wenn du dir nicht sicher bist, wo dein Betrieb gerade steht.
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