Zum Inhalt springen
← Alle Artikel2 Min. Lesezeit

Qualität ist keine Abteilung die Fehler findet. Sie ist eine Haltung die verhindert dass sie entstehen.

Qualität ist keine Abteilung die Fehler findet. Sie ist eine Haltung die verhindert dass sie entstehen.
Qualität ist keine Abteilung die Fehler findet. Sie ist eine Haltung die verhindert dass sie entstehen. Das klingt nach einem Unterschied der nur auf dem Papier existiert. Er existiert in der Realität – und er entscheidet darüber wie teuer Qualität ein Unternehmen am Ende kommt. Eine Qualitätskontrolle die am Ende des Prozesses prüft, findet Fehler. Das ist ihr Job. Und sie macht ihn gut. Aber sie findet nur was bereits passiert ist – einen Fehler der Zeit, Material und Aufmerksamkeit gekostet hat bevor ihn jemand entdeckt hat. Was sie nicht findet ist der Fehler der nie entstanden ist weil jemand vorher die richtige Frage gestellt hat. Das ist der Unterschied zwischen Inspektion und Qualitätskultur. Inspektion ist reaktiv. Sie braucht etwas das schiefgegangen ist um zu funktionieren. Qualitätskultur ist präventiv. Sie funktioniert genau dann am besten wenn nichts schiefgeht – und genau deshalb ist sie so schwer zu rechtfertigen. Wer nichts sieht glaubt dass nichts passiert. Dabei passiert das Wichtigste: Fehler die nie entstehen kosten nichts. Weder Zeit noch Geld noch Reputation. In der Praxis sieht das so aus: Ein Team das eine Änderung einführt und sich vorher fragt was dabei schiefgehen könnte, findet andere Antworten als ein Team das wartet bis etwas schiefgeht und dann analysiert warum. Beide lernen. Aber zu einem sehr verschiedenen Preis. Qualitätskultur entsteht nicht durch ein Handbuch und nicht durch ein Zertifikat. Sie entsteht wenn Menschen in einem Unternehmen das Recht und die Verantwortung haben Probleme anzusprechen bevor sie groß werden – und wenn Führungskräfte dieses Ansprechen belohnen statt bestrafen. Inspektion findet Fehler. Qualität verhindert sie. Beides braucht man. Aber nur eines davon skaliert.
← Alle Artikel