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Root Cause Analysis – die systematische Suche nach der eigentlichen Ursache – beginnt mit einer simplen aber konsequenten Frage: Warum? Und dann nochm

Root Cause Analysis – die systematische Suche nach der eigentlichen Ursache – beginnt mit einer simplen aber konsequenten Frage: Warum? Und dann nochm
Ich erlebe regelmäßig eine bestimmte Situation in Unternehmen: Ein Problem taucht auf, wird gelöst, taucht wieder auf. Dieselbe Lösung, dasselbe Problem, drei Monate später. Manchmal sogar schlimmer als vorher. Das ist kein Zeichen schlechter Arbeit. Es ist ein Zeichen dass an einem Symptom gearbeitet wurde – nicht am Problem. Der Unterschied klingt simpel. Er ist es nicht. Denn Symptome sehen aus wie Probleme. Sie fühlen sich an wie Probleme. Sie erzeugen Druck der sofortige Lösung verlangt. Und wer unter Druck arbeitet löst was sichtbar ist – nicht was dahintersteckt. Ein Beispiel das ich kenne: Eine Klinik hat Probleme mit wiederkehrenden Abrechnungsfehlern. Die Lösung – mehr Kontrollen einführen. Die Fehler werden weniger. Drei Monate später sind sie wieder da. Weil niemand gefragt hat warum die Fehler entstehen. Die Antwort wäre gewesen: unklare Zuständigkeiten an einer Schnittstelle zwischen zwei Abteilungen die nie gemeinsam definiert haben wer welchen Schritt verantwortet. Mehr Kontrollen lösen das nicht. Sie verdecken es. Root Cause Analysis – die systematische Suche nach der eigentlichen Ursache – beginnt mit einer simplen aber konsequenten Frage: Warum? Und dann nochmal: Warum? Und nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Die fünfte Warum-Frage führt meistens an einen Ort der unbequemer ist als die erste Antwort. Nicht ein Prozessfehler. Eine strukturelle Lücke. Nicht ein Mitarbeiterfehler. Eine Führungsentscheidung die nie getroffen wurde. Nicht ein technisches Problem. Eine Kommunikationslücke die niemand adressiert hat. Wer dort ankommt und dort ansetzt löst wirklich. Wer vorher aufhört kauft Zeit. Und zahlt das Problem irgendwann wieder. Das Schöne an echter Ursachenanalyse ist was danach kommt: Lösungen die halten. Probleme die wirklich verschwinden. Und ein Team das lernt nicht nur Symptome zu bekämpfen sondern Strukturen zu verbessern. Das ist kein einmaliger Aufwand. Es ist eine Denkweise die sich auszahlt – bei jedem Problem das nicht wiederkommt.
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