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Unternehmen stellen fest dass jemand anderes unter ihrem Namen agiert. Gleiche Firmendaten, gleiche Adresse, gleiche Geschäftsführernamen – alles öffe

Unternehmen stellen fest dass jemand anderes unter ihrem Namen agiert. Gleiche Firmendaten, gleiche Adresse, gleiche Geschäftsführernamen – alles öffe
Seit einigen Wochen taucht in meinem Netzwerk ein Thema auf das mich beschäftigt. Nicht weil es neu ist. Sondern weil es sich häuft. Unternehmen stellen fest dass jemand anderes unter ihrem Namen agiert. Gleiche Firmendaten, gleiche Adresse, gleiche Geschäftsführernamen – alles öffentlich verfügbar, alles missbrauchbar. Die Website sieht identisch aus. Dasselbe Logo, dieselbe Gestaltung, dieselben Texte. Der einzige Unterschied liegt in der URL – ein fehlender Bindestrich, ein zusätzlicher Buchstabe, eine minimale Abweichung die im ersten Moment niemandem auffällt. Und genau das ist das Konzept. Was variiert ist nicht die Qualität der Fälschung. Was variiert ist wie die Betroffenen davon erfahren. Manchmal durch einen aufmerksamen Geschäftspartner der eine Anfrage merkwürdig findet. Manchmal durch eine Rücksendung die niemand bestellt hat. Manchmal durch puren Zufall. Das ist das eigentliche Problem. Nicht der Angriff. Der Zufall. GmbHs genießen in Deutschland strukturelles Vertrauen. Das ist gut – für legitime Geschäfte. Und es ist eine Schwachstelle – weil niemand spontan prüft ob hinter einem vertrauten Namen auch wirklich die richtige Firma steckt. Wer das ausnutzen will braucht keine besonderen Fähigkeiten. Registerdaten sind öffentlich. Eine täuschend ähnliche Domain kostet wenige Euro. Der Rest ist Kopierarbeit. Was mich aus Resilience-Perspektive interessiert ist nicht die Frage wie man einen solchen Angriff verhindert – das ist schwer. Die interessante Frage ist eine andere: Wie ist die eigene Organisation aufgestellt wenn es passiert? Wer einen klaren Ablauf hat – was zuerst, was nicht, wer informiert wird und wer nicht – handelt anders als wer in diesem Moment zum ersten Mal darüber nachdenkt. Und wer routinemäßig prüft ob ähnliche Domains auftauchen – mit Bindestrich oder ohne, mit kleinen Schreibvarianten – handelt früher als wer auf den Zufall wartet. Ich beobachte dieses Thema gerade mit wachsender Aufmerksamkeit. Und ich vermute dass die Dunkelziffer deutlich höher ist als die Fälle die sichtbar werden.
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