Unternehmer-Resilienz beginnt nicht im Unternehmen. Das ist eine Aussage die viele überrascht. Und die trotzdem stimmt.
Unternehmer-Resilienz beginnt nicht im Unternehmen.
Das ist eine Aussage die viele überrascht. Und die trotzdem stimmt.
Ein Unternehmer fällt aus. Unangekündigt. Drei Wochen. Der Betrieb ist gut aufgestellt – Stellvertreterregelung vorhanden, Notfall-Ordner im Unternehmen aktuell, die wichtigsten Prozesse dokumentiert. Das Team weiß was zu tun ist.
Und zu Hause?
Die Familie weiß nicht wo die Krankenversicherungskarte liegt. Nicht welche Vollmachten existieren. Nicht welche Bank welches Konto führt. Nicht wen sie anrufen soll wenn das Erstgespräch mit dem Arzt ansteht. Der private Bereich ist nicht vorbereitet. Und das bindet in den ersten kritischen Stunden genau die Aufmerksamkeit und Energie die eigentlich dem Unternehmen gehören würde.
Das Gegenteil funktioniert genauso wenig.
Ein Unternehmer der privat mustergültig vorbereitet ist – Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Notfall-Ordner für die Familie, alles griffbereit – aber dessen Unternehmen vollständig von ihm abhängt hat das Problem nur verschoben. Die Familie ist orientiert. Der Betrieb steht trotzdem still.
Privat und unternehmerisch hängen zusammen. Nicht als nette Ergänzung. Als strukturelle Abhängigkeit.
Deshalb denke ich Unternehmer-Resilienz in vier Bausteinen die gemeinsam tragen – nicht alternativ sondern aufeinander aufbauend.
Der erste Baustein ist der Notfall-Koffer. Persönliche Soforthilfe für die ersten Stunden und Tage – Dokumente, Vollmachten, Notfallkontakte, das Wesentliche griffbereit auch wenn nichts mehr so funktioniert wie gewohnt.
Der zweite Baustein ist der private Notfall-Ordner. Orientierung für Angehörige – wer muss informiert werden, wo liegen welche Dokumente, welche Entscheidungen müssen getroffen werden und von wem. Nicht für den Unternehmer selbst. Für alle die handeln müssen wenn er es nicht kann.
Der dritte Baustein ist der Notfall-Ordner für das Unternehmen. Handlungsfähigkeit des Betriebs – wer entscheidet, wer hat welche Befugnis, welche Prozesse müssen laufen, wo sind die Zugänge. Nicht als Dokumentenfriedhof sondern als strukturierte Orientierung die auch dann funktioniert wenn der Chef nicht erklären kann.
Der vierte Baustein ist Backup & Restore. Digitale Verfügbarkeit – Zugangsdaten sicher hinterlegt, Backups die getestet wurden, eine Wiederherstellung die wirklich funktioniert wenn sie gebraucht wird.
Vier Bausteine. Kein einzelner reicht alleine.
Welcher dieser vier ist bei Ihnen aktuell am schwächsten?
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.