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Wachstum entsteht nicht durch Addition. Es entsteht durch Subtraktion. Durch die Entscheidung was man weglässt, nicht durch die Entscheidung was man h

Wachstum entsteht nicht durch Addition. Es entsteht durch Subtraktion. Durch die Entscheidung was man weglässt, nicht durch die Entscheidung was man h
Ich habe einen Fehler gemacht den ich eigentlich hätte kennen müssen. Anfang des Jahres habe ich mir zu viele große Ziele gleichzeitig gesetzt. Nicht drei kleine Dinge die nebenher laufen – drei echte Projekte die jeweils volle Aufmerksamkeit verdient hätten. Und ich habe bei keinem davon wirklich Fortschritt gemacht. Nicht weil die Ziele falsch waren. Sondern weil ich die einfachste Regel der Ressourcenverteilung ignoriert habe: Im Boden gibt es nur eine begrenzte Menge Nährstoffe. Wer zu viele Samen auf einmal pflanzt, bekommt viele Sprösslinge – und keine einzige Frucht. Das Paradoxe daran: Hinzufügen fühlt sich nach Fortschritt an. Weglassen fühlt sich nach Aufgeben an. Deshalb ist die Entscheidung für weniger so schwer – obwohl sie fast immer die richtigere ist. In Beratungsgesprächen sehe ich dasselbe Muster regelmäßig. Unternehmen die gleichzeitig eine neue Zertifizierung angehen, ein neues Marktsegment erschließen, ihre interne IT umstellen und ein Führungskräfteprogramm einführen – und sich dann wundern warum bei keinem dieser Vorhaben wirklich etwas vorangeht. Die Energie ist da. Der Wille ist da. Die Nährstoffe im Boden reichen trotzdem nicht für alles. Wachstum entsteht nicht durch Addition. Es entsteht durch Subtraktion. Durch die Entscheidung was man weglässt, nicht durch die Entscheidung was man hinzunimmt. Das klingt wie eine Binsenweisheit. Es ist eine die erstaunlich wenige konsequent umsetzen – mich in diesem Jahr eingeschlossen. Was ich daraus mitgenommen habe ist nicht die Erkenntnis selbst. Die kannte ich. Was ich mitgenommen habe ist der Respekt davor wie leicht man sie im Alltag ignoriert – und wie teuer das wird wenn man es tut.
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