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Wer Aufgaben weitergibt ohne die nötigen Ressourcen, Befugnisse und Informationen mitzugeben schafft einen Sündenbock im Voraus.

Wer Aufgaben weitergibt ohne die nötigen Ressourcen, Befugnisse und Informationen mitzugeben schafft einen Sündenbock im Voraus.
Es gibt eine Form von Delegation die wie Führung aussieht.
Aufgaben werden weitergegeben. Jemand übernimmt Verantwortung. Zuständigkeiten sind geregelt. Von außen sieht das nach einem gut geführten Unternehmen aus.
Bis etwas schiefgeht.
Dann zeigt sich was wirklich delegiert wurde. Die Aufgabe. Und die Verantwortung wenn sie scheitert. Nicht die Ressourcen die gebraucht worden wären. Nicht die Befugnisse die nötig gewesen wären. Nicht die Informationen ohne die keine gute Entscheidung möglich war.
Ich nenne das delegierte Verantwortungslosigkeit. Die Verantwortung landet unten. Die Macht bleibt oben.
Der Mechanismus ist subtil und deshalb schwer zu benennen. Wer eine Aufgabe bekommt ohne die nötigen Mittel fühlt sich zunächst geehrt. Vertrauen wurde ausgesprochen. Verantwortung wurde übergeben. Erst im Laufe der Bearbeitung wird klar dass etwas fehlt. Ein Budget das nicht freigegeben wird. Eine Entscheidung die nicht getroffen werden darf ohne Rücksprache. Eine Information die nicht zugänglich ist. Und wenn das Ergebnis dann nicht stimmt ist die Verantwortung klar – bei der Person die die Aufgabe übernommen hat.
Das ist kein Zufall. Es ist ein Muster das sich in vielen Organisationen einschleicht ohne dass jemand es bewusst so designed hat.
Wer Aufgaben weitergibt ohne die nötigen Ressourcen, Befugnisse und Informationen mitzugeben schafft einen Sündenbock im Voraus. Im Erfolgsfall war es die eigene Führung die die richtige Person ausgewählt hat. Im Misserfolg war es die Person die die Aufgabe übernommen hat und sie nicht bewältigen konnte.
Echte Delegation ist vollständig oder sie ist keine.
Wer nur die Aufgabe weitergibt delegiert nicht. Er entlastet sich. Auf Kosten der Person die die Aufgabe übernimmt – und auf Kosten des Unternehmens das auf Ergebnisse wartet die unter diesen Bedingungen nicht entstehen können.
Die Frage die ich in der Beratung stelle ist einfach: Hat die Person die diese Aufgabe übernommen hat alles was sie braucht um sie zu erfüllen? Das Budget. Die Befugnis. Die Information. Und die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen ohne jeden Schritt rückzusprechen?
Wenn die Antwort zögert ist das keine Delegation. Es ist delegierte Verantwortungslosigkeit.
Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmer-Resilienz wissen möchten – kurze DM genügt.
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