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Wer dafür bezahlt wird ein Problem zu behandeln, hat keinen strukturellen Anreiz es zu lösen.

Wer dafür bezahlt wird ein Problem zu behandeln, hat keinen strukturellen Anreiz es zu lösen.
Wer dafür bezahlt wird ein Problem zu behandeln, hat keinen strukturellen Anreiz es zu lösen. Das ist keine Kritik an Menschen. Es ist eine Beschreibung von Systemen. Und es gilt intern genauso wie extern. Der externe Berater der nach Stunden abrechnet, löst Probleme in dem Tempo das sein Honorarmodell erlaubt. Nicht weil er schlechte Arbeit macht, sondern weil das System das er bedient Anwesenheit belohnt und nicht Ergebnis. Wer für Tage bezahlt wird, liefert Tage. Wer für gelöste Probleme bezahlt wird, liefert gelöste Probleme. Menschen handeln nach Anreizen. Immer. Intern sieht es genauso aus, nur unsichtbarer. Die Abteilung die für das Management eines Problems existiert, hat ein strukturelles Interesse daran dass dieses Problem weiter existiert – nicht weil jemand das so entschieden hat, sondern weil eine Abteilung die ihr Problem löst ihre eigene Existenzberechtigung in Frage stellt. Risikomanagement das als Verwaltungsaufgabe behandelt wird, verwaltet Risiken. Es reduziert sie nicht. IT-Sicherheit die als Kostenstelle geführt wird, optimiert Kosten. Keine Sicherheit. Qualitätsmanagement das Audits besteht, besteht Audits. Es verbessert keine Qualität. Das ist kein Versagen von Menschen. Es ist das vorhersehbare Ergebnis falsch gesetzter Anreize. Was das für Unternehmer konkret bedeutet: Wer externe Dienstleister engagiert, sollte sich fragen ob das Honorarmodell auf Anwesenheit oder auf Ergebnis ausgerichtet ist. Wer interne Funktionen aufbaut, sollte sich fragen ob die Kennzahlen nach denen diese Funktionen gemessen werden tatsächlich das messen was wichtig ist – oder nur das was leicht zu messen ist. Und wer beides kombiniert, sollte sich fragen ob die Struktur die er gebaut hat Probleme lösen will oder Probleme braucht. Ein System das Behandlung belohnt, produziert Behandlung. Wer Lösung will, muss Lösung messen und bezahlen. Beides klingt selbstverständlich. Beides ist in der Praxis selten.
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