Wissen, das nur im Kopf des Inhabers liegt, gehört dem Unternehmen nicht.
Wissen, das nur im Kopf des Inhabers liegt, gehört dem Unternehmen nicht.
Es gehört ihm. Und es geht mit ihm: in den Urlaub, ins Krankenhaus, irgendwann in den Ruhestand. Das Unternehmen besitzt die Maschinen, die Kundenkartei und den Firmenwagen. Das Wertvollste besitzt es nicht.
Gemeint ist das Wissen, das in keiner Akte steht. Welcher Kunde seit zwanzig Jahren einen Sonderpreis bekommt und warum. Welcher Lieferant am Telefon mehr liefert als im Vertrag steht, solange man ihn mit Vornamen anspricht. Wie sich die alte Maschine verhält, wenn es kalt ist. Wo das Masterpasswort liegt und was passiert, wenn es jemand falsch eingibt. Das alles wissen Sie. Und weil Sie es wissen, hat es nie jemand aufgeschrieben.
Das ist keine Nachlässigkeit, sondern die logische Folge von Erfolg. Wer sein Unternehmen aufgebaut hat, trägt es im Kopf, und solange er da ist, funktioniert das hervorragend. Der Haken zeigt sich immer erst dann, wenn der Kopf gerade nicht verfügbar ist. Und der Kopf hat dummerweise keinen Notfallmodus.
Die gute Nachricht: Das Aufschreiben ist deutlich kleiner als sein Ruf. Sie müssen kein Handbuch schreiben. Es genügt, einmal pro Woche eine Viertelstunde zu nehmen und drei Dinge festzuhalten, die nur Sie wissen. Nach drei Monaten sind das vierzig Seiten, die Ihr Unternehmen vorher nicht hatte.
Und was Sie dafür bekommen, ist mehr als Absicherung. Ein Unternehmen, dessen Wissen nicht an einer Person hängt, kann auch ohne diese Person Urlaub machen. Es kann übergeben werden. Es lässt sich bewerten und verkaufen. Und es entscheidet im Alltag besser, weil Ihr Team nicht bei jeder Frage auf Ihre Antwort warten muss.
Darauf ein Käffchen.
Welche drei Dinge wissen nur Sie, und wo stehen sie heute?