Worüber haben Sie sich diese Woche am meisten Sorgen gemacht?
Worüber haben Sie sich diese Woche am meisten Sorgen gemacht?
Nehmen Sie sich kurz Zeit und denken Sie ehrlich nach. Die Zinspolitik. Eine Nachricht aus der Branche. Eine Entscheidung, die irgendwo in der Politik getroffen wurde und die Sie betreffen könnte. Ein Kunde, der sich seltsam verhalten hat. Eine Unsicherheit, die sich einfach nicht greifen ließ.
Jetzt die zweite Frage, die unbequemer ist: Wie viel davon konnten Sie tatsächlich beeinflussen?
Bei den meisten Menschen klafft zwischen diesen beiden Antworten eine erstaunliche Lücke. Wir verbringen einen großen Teil unserer mentalen Energie mit Dingen, auf die wir keinen direkten Zugriff haben – und vergleichsweise wenig Zeit mit dem, was tatsächlich in unserer Hand liegt.
Es gibt einen einfachen Gedanken, der dabei hilft, diese Lücke sichtbar zu machen. Es gibt Dinge, über die wir uns nur Sorgen machen können, weil wir keinen Einfluss darauf haben. Es gibt Dinge, die wir durch unser Handeln beeinflussen können, ohne sie vollständig zu kontrollieren – die Beziehung zu einem Kunden, das Verhalten eines Mitarbeiters, das Vertrauen einer Bank. Und es gibt Dinge, die wirklich allein in unserer Hand liegen – die eigene Vorbereitung, die eigene Reaktion, die eigene Entscheidung, etwas heute anzugehen oder es weiter aufzuschieben.
Das ist keine neue Erkenntnis. Es ist trotzdem leicht zu vergessen, gerade an einem ruhigen Tag, an dem genug Raum ist, um über die großen, unkontrollierbaren Dinge nachzudenken, die einen die ganze Woche begleitet haben.
Vielleicht lohnt sich heute ein kurzer, ehrlicher Rückblick. Nicht um die großen Sorgen kleinzureden – sie sind oft berechtigt. Sondern um zu prüfen, wie viel der eigenen Energie tatsächlich dorthin geflossen ist, wo sie etwas bewirken konnte. Und wie viel einfach nur verbraucht wurde, ohne dass sich dadurch irgendetwas verändert hätte.
Die Antwort darauf verändert nichts an der Vergangenheit. Aber sie kann etwas an der nächsten Woche verändern.