"You rarely outperform your self-image." Du wirst kaum jemals besser sein als dein Bild von dir selbst.
"You rarely outperform your self-image."
Du wirst kaum jemals besser sein als dein Bild von dir selbst.
Die meisten Unternehmer, die ich kenne, haben kein Kompetenzproblem. Sie haben ein Selbstbildproblem.
Nicht weil sie sich unterschätzen – das kommt vor, ist aber seltener als man denkt. Sondern weil das Bild, das sie von sich selbst haben, still und zuverlässig die Grenze dessen definiert, was sie sich erlauben zu versuchen. Nicht laut, nicht als bewusste Entscheidung. Einfach als Hintergrundgeräusch, das permanent läuft und bestimmte Optionen unsichtbar macht, bevor man sie überhaupt in Betracht zieht.
Das zeigt sich selten explizit. Es zeigt sich in Mustern. In den Entscheidungen, die man nicht trifft. In den Gesprächen, die man nicht führt. In dem, was man sich nicht zutraut, ohne je ernsthaft geprüft zu haben, ob es stimmt.
Der Unternehmer, der seit Jahren denselben Umsatz macht, obwohl der Markt mehr hergeben würde – nicht weil die Kapazität fehlt, sondern weil irgendwo die Überzeugung sitzt, dass das sein Level ist. Der Gründer, der Aufträge ablehnt, die eigentlich machbar wären, weil er sich insgeheim nicht sicher ist, ob er dieser Kategorie von Kunden gewachsen ist. Die Unternehmerin, die in Verhandlungen früher nachgibt als nötig, weil das Bild, das sie von sich trägt, ihr sagt, dass sie von Glück reden kann, überhaupt am Tisch zu sitzen.
Keiner dieser Menschen würde das so formulieren. Selbstbilder sind selten explizit. Sie laufen im Hintergrund. Permanent. Und machen bestimmte Optionen unsichtbar, bevor man sie überhaupt in Betracht zieht.
In einer Krise entscheidet das Selbstbild, wie lange man sucht bevor man aufgibt. Welche Optionen man überhaupt in Betracht zieht. Wie viel man sich zutraut, wenn es darauf ankommt. Nicht die Umstände. Nicht der Markt.
Das Selbstbild ist kein Schicksal. Es ist eine Annahme. Und Annahmen kann man überprüfen.